5. Col d’Izoard

Nächste Station: Col d’Izoard! Dieser steht etwas im Schatten der anderen berühmten Tour de France-Anstiege. Warum ich ihn trotzdem gewählt habe? Weil ich auf diversen Bildern die Landschaft sehr beeindruckend fand. Und: Es ist der Modellname meines Rennrads, also ist die Befahrung praktisch Pflicht.

In Briancon angekommen, suchte ich erst einmal das bekannte Restaurant “Zum güldenen M” auf. Der Magen schrie nach Nahrung.
Dort gab es kostenlos WLAN, auch ganz praktisch. Nachdem der Hunger gestillt war, machte ich mich auf den Weg zum Tourismusbüro, um eine Unterkunft zu suchen. Dabei traf ich wieder das Heimsheimer Tandem-Ehepaar vom Team Woba, die genauso überrascht waren wie ich 🙂 Die empfohlene Absteige, ein paar Kilometer vom Zentrum entfernt, war leider schon belegt, genauso wie viele andere Unterkünfte auch.
Deshalb fuhr ich weiter in Richtung Izoard, bis ich dann irgendwann ein nettes Hotel fand.
Es war mit viel Holz ausgekleidet und sehr gemütlich- bis auf eine Ausnahme, aber dazu später mehr 😉

Nachdem ich mich häuslich eingerichtet hatte, machte ich mich und das Rad startklar. Draußen windete es bei Sonnenschein ordentlich. Mit Windweste bewaffnet startete ich meine Fahrt. Teilweise schob mich der Rückenwind den Berg hoch, sehr angenehm 😉
Zu diesem Zeitpunkt fuhr ich durch ein dichtes Kieferwäldchen. Und oben sollte die Wüstenlandschaft des Izoard warten? Konnte ich kaum glauben!!! Über die gesamte Strecke bis zum Gipfel gibt es übrigens einen Radstreifen auf der Straße.
Diese windete sich immer weiter nach oben. Hier blinzelte dann auch langsam wieder die Sonne durch die Bäume. Und dann wurden auch die Serpentinen zahlreicher mit einem grandiosen Blick auf die schon angesprochene “Casse déserte”.
Sehr eindrucksvoll, als stehe man direkt in der Wüste, gespickt mit ein paar einzelnen Felsformationen.
Auf dem Gipfel (2360 m) war es sehr frisch und der Wind blies noch mehr. Schnell machte ich meine Fotos, zog etwas Warmes drüber und begab mich auf die Abfahrt. Im Hotel angekommen, richtete ich mich für das Abendessen, das ich in Briancon einnehmen wollte. In der Altstadt gab es viele gemütliche Restaurants, die regionale Spezialitäten anboten. In einem davon traf ich auch die Radkollegen aus Heimsheim wieder, die ich Mittags bereits im Ort traf und die nun am Nebentisch saßen. 🙂
Nach einer netten Unterhaltung und mit vollem Bauch ging es dann wieder zurück Richtung Hotel. Nachts gegen ca. 2 Uhr krachte es dann empflindlich laut im Zimmer und das damit das Bett halb auseinander. Es muss wohl an dem reichlichen Abendessen gelegen haben 😀 Ich flickte es wieder ordnungsgemäß zusammen und legte mich dann zur Sicherheit in das zweite Bett des Zimmers.

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